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Denk-Wege

 

Die Schule BoTa ist eine "Denk-Wege" Schule.

 

Grundidee und Ziele von Denk-Wege

Das Programm Denke-Wege (Programm zur Förderung Alternativer Denkstrategien) ist ein Lehrmittel zur nachhaltigen Förderung von sozialen Kompetenzen bei Kindern im Primarschulalter. Es unterstützt eine gesunde und erwünschte Entwicklung von Kindern und trägt so dazu bei, Problemverhalten wie z.B. Gewalt, Aggression, Substanzmissbrauch, Bedrücktheit/Depression langfristig zu reduzieren und die Lernbereitschaft sowie die schulischen Leistungen zu erhöhen.

Auf Ebene Schule ist das Ziel des Programms, das Klassen- und Schulhausklima zu verbessern und angenehmer zu machen sowie Disziplinprobleme in den Klassen und der Schule zu mindern.

Denk-Wege ist eines der ganz wenigen Programme, das unter strengsten wissenschaftlichen Kriterien als wirksam eingestuft werden kann. Es wird in verschiedensten Ländern weltweit in Schulen eingesetzt. Das Programm wird vom Pädagogischen Institut der Universität Zürich interessierten Schulen angeboten und erfährt bei den Lehrpersonen, die für die Umsetzung gut ausgebildet und bei der Implementierung begleitet werden, hohe Wertschätzung, weil es praxistauglich und -nah  eine Fülle von Konzepten und Instrumenten bietet, mit denen gearbeitet werden kann.

 

Inhalte und Konzepte

In Denk-Wege wird an sieben inhaltlichen Schwerpunkten gearbeitet, die sich durch das ganze Lehrmittel ziehen. Es sind dies folgende Schwerpunktthemen:

  • Gefühle
  • Gesundes Selbstwertgefühl
  • Selbstkontrolle
  • Soziale Problemlösefertigkeiten
  • Umgang mit Freundschaften, Beziehungen, Fragen des Zusammenlebens
  • Regeln und Manieren
  • Lern- und Organisationsstrategien

 

Denk-Wege wird in der Regel im Fach Mensch und Umwelt und im Fach Deutsch unterrichtet. Die Inhalte können aber auch, je nach Thema, sehr gut mit den sonstigen Fachinhalten verknüpft werden. Denk-Wege wird in der Regel durch die Klassenlehrpersonen unterrichtet. Diese Denk-Wege -Stunden eignen sich aber auch sehr, um im Teamteaching zu unterrichten. Alle Formen von Kooperation bezüglich Denk-Wege zwischen den Lehrpersonen und weiteren schulischen Bezugspersonen der Kinder werden unterstützt, denn es ist von Vorteil, wenn alle Lehrpersonen, welche für die Kinder einer Klasse eine Verantwortung tragen, involviert und beteiligt sind.

Während der Umsetzungsphase – besonders in der ersten Zeit- werden die Lehrpersonen durch eine Fachperson der Universität Zürich begleitet und unterstützt. Ziel dieser Begleitung ist die Sicherung der Qualität der Umsetzung von Denk-Wege.

 

Warum Denk-Wege? Die Spezialitäten von Denk-Wege

Mit dem Programm wird evidenzbasierte Prävention betrieben. Das bedeutet, dass Forschung und Praxis einander befruchten: Massnahmen zur Verminderung oder Verhinderung von unerwünschten Verhaltensweisen werden auf gesichertes empirisches Wissen abgestützt. Das  Programm beruht auf wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen, wie Gewalt und unerwünschte Entwicklungsverläufe zustanden kommen. Die Umsetzung wird so gestaltet, dass Bedingungen, die erwiesenermassen dazu beitragen, dass  man Wirkung erzielt, beachtet werden. Zudem wird evaluiert, welche Wirkungen das Programm erzielt.

Die Universität von Colorado, USA hat seit 1996 ca. 700 Gewaltpräventions-Programme im Hinblick auf die Wirkung evaluiert und darunter nur zwölf Programme gefunden, die eine nachhaltige Wirkung im Hinblick auf die Reduktion von Gewaltkriminalität, Aggression, Delinquenz und Substanzmissbrauch zeigen. Diese wurden Modellprogramme oder „Blueprints“ genannt – und Denk-Wege ist eines von ihnen.

 

Denk-Wege betreibt Frühprävention bei Kindern des Kindergartens und der Unterstufe und der Mittelstufe, so dass diese im Jugendalter über Problemlösestrategien verfügen sollten, die ihnen einen kreativen Umgang mit herausfordernden Situationen erlauben.

 

Einbezug der Eltern

Die Eltern werden als wichtigste Bezugspersonen des Kindes auf dreierlei Weisen miteinbezogen.

Erstens bringen die Kinder ihre Komplimente -Liste nach Hause und später, nach Erhalt eines Kompliments von den Eltern, wieder in die Schule zurück.

Zweitens erhalten die Kinder Hausaufgaben, bei denen sie die Eltern befragen. Dies führt zu einer neuartigen Auseinandersetzung von Kind und Eltern.

Drittens gibt es eine Elterninformationsmappe in verschiedenen Sprachen, die den Schülerinnen und Schülern abgegeben wurde. Diese Mappe enthält grundlegende Informationen zu bestimmten Konzepten, die in der Schule besprochen werden. Die Eltern können so zum einen Veränderungen im Verhalten des Kindes besser einordnen, aber auch aktiv das Kind auf die behandelten Themen ansprechen und damit die wünschbare Entwicklung unterstützen.

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